19 April, 2026

Bluegrass Festival in Rotterdam 2026 (3.-5. Juli)

Von 3. bis 5. Juli 2026 steigt das Bluegrass Festival Rotterdam am Noordplein. Live sind unter anderem zu hören: die aus Kanada stammenden Horsebath oder das Frauenquartett Della Mae aus Boston. Ein besonderer Auftritt wird sicherlicher jener der Hackensaw Boys (4.7.), die beim Gig in Chicago mit ihrer Mischung aus Bluegrass, Folk und Punk zu überzeugen wussten. Die Jungs aus den U.S.A. sind mit einem neuen Live-Album in Rotterdam zu Gast, das bei einer Tour in den Niederlanden aufgezeichnet worden ist. Außerdem darf man sich auf MusikerInnen wie Emily Nenni (3.7.), Jonny Fritz (4.7.), Kaia Kater (4.7.), Hillary Klug (5.7.) und viele andere Artists mehr freuen:

Das Festival in Rotterdam ist nicht nur für Bluegrass-Puristen ein Anziehungspunkt, auch Americana, Folk und über Genregrenzen hinweg agierende Artists haben hier Platz, etwa: Emily Nenni ist eine Country-Sängerin und Songwriterin, die für ihren modernen Honky-Tonk-Sound bekannt ist, der Einflüsse aus klassischem Country, Soul und Rock'n'Roll vereint. Sie ist in Kalifornien aufgewachsen und im Alter von 21 Jahren nach Nashville gezogen. Hier eine Kostprobe, das jüngste Video von Emily Nenni:
(jm/Foto: Archiv kaiakater)


Fr 3. bis So 5. Juli 2026
Rotterdam Bluegrass Festival
Noordplein
>> https://www.bluegrassfestival.nl/en/line-up/line-up-2026
>> https://www.bluegrassfestival.nl/en/tickets

(EN)
From July 3rd to 5th, 2026, the Bluegrass Festival Rotterdam will take place at Noordplein. Among the live acts are the Canadian band Horsebath and the all-female quartet Della Mae from Boston. A highlight will undoubtedly be the performance by the Hackensaw Boys (July 4th), who impressed audiences in Chicago with their blend of bluegrass, folk, and punk. The band from the USA will be in Rotterdam with a new live album recorded during a tour in the Netherlands. Other artists to look forward to include Emily Nenni (July 3rd), Jonny Fritz (July 4th), Kaia Kater (July 4th), Hillary Klug (July 5th), and many more.
The Rotterdam festival isn't just a draw for bluegrass purists; it also caters to Americana, folk, and artists who transcend genre boundaries. For example, Emily Nenni is a country singer and songwriter known for her modern honky-tonk sound, which blends influences from classic country, soul, and rock 'n' roll. She grew up in California and moved to Nashville at the age of 21. Here's a taste of her latest video:

(jm/Foto: Archiv kaiakater)

07 April, 2026

Hot News 04/2026

Dass Charlie Risso Klasse ist, haben wir an dieser Stelle bereits gewürdigt: die Musikerin aus Italien legt mit dem Album „Rituals“ einen weiteren Beweis ihres Könnens vor. Düstere, psychedelische Lieder, die sich mit wabbernden Gitarren und eindringlicher Stimme unnachgiebig in die Gehörgänge schrauben. Etwa das Titelstück, siehe Video unten. Risso stammt aus Genua und ist ab 23. April auf Europa-Tour, andere Worte für: Album des Monats. Klare Empfehlung, das Album wird am 9. April in Genua präsentiert:

Anna Mabo legt mit „Mittelschwere Ekstase“ ein in vieler Hinsicht buntes Album: sowohl die Grafik als auch die 14 Songs sind ein wild wuchernder Blumenstrauß. Mit üblichen Hörgewohnheiten im Bereich Pop wird musikalisch auch immer wieder gebrochen: „Optimist“ beginnt nur mit Perkussion, bevor eine Gitarre eingefaded wird und erst nach einem weiteren Break die Band einsetzt. Textlich (Zitat aus „unbegrenztes jetzt“: „Ich bau dir ein Ausziehsofa in mein Herz hinein“) ist Mabo sowieso eine Wundertüte („Du hast lange nicht mehr gelacht, aber fast“) und so ist Mabo ein abwechlungsreiches, lobenswertes Album gelungen, auf dem auch mal ein O-Ton aus einer Radiosendung über ein Atomkraftwerk zu hören ist.

Ab 17. April 2026 läuft in Wien das Salam Music & Arts Festival, das von Katrin Pröll geleitet wird, Gastkurator ist heuer der aus Tunesien stammende Musikarbeiter Mohamed Ben Saïd. Wie immer bei diesem Festival stehen neue und etablierte Bands nebeneinander: etwa die arabische Indie-Pop-Sängerin Yasmine Hamdan (23.4., flex) oder die Tuareg-Band Tinariwen (25.4., Arena). Weiters: das Labess Trio (17.4., Porgy & Bess) aus Algerien oder das in Europa und Syrien verortete Duo Shkoon (22.4., flucc), das musikalisch in Richtung Elektronik abbiegt. Die Oud-Spielerin und Sängerin Avin Ahmadi stellt im Rahmen des Festivals (21.4., Sargfabrik) ihre Debüt-EP „Liminal“ vor. Mit ihrer EP „Qasr“ präsentiert Sheherazaad ein eindringliches Werk über Herkunft, Entfremdung und Selbstermächtigung. „Qasr“ entfaltet südasiatische Vokalimprovisation in Verbindung mit mikrotonaler Melancholie und experimenteller Reduktion. Sheherazaad verhandelt darin, was es bedeutet, zwischen Kulturen zu leben und somit in Bewegung zu bleiben. Die Stücke der EP sind bei ihrem Auftritt im Rahmen des Festivals bestimmt zu hören. Neben den Konzerten gibt es auch heuer wieder Ausstellungen, Jam Sessions, Artist Talks, Listening Session mit dem Gastkurator Mohamed Ben Saïd sowie Formate, die zwischen Musik, Film, Poesie und Kulinarik angesiedelt sind. Tipp: Am besten mit allen Sinnen eintauchen!

Am 19.5. tritt Patti Smith im Rahmen der Wiener Festwochen nach Wien. Ihre künstlerische Wucht als Rockstar und Autorin, ihr politisches Bewusstsein, ihre Hymnen und ihre kompromisslose Sprache haben sie zu einer Ikone gemacht. Zahlreiche Kollaborationen und Freundschaften (z.B. Christoph Schlingensief) verbinden sie mit den prägendsten Künstler:innen ihrer Generation. Nur einer der vielen Gründe, warum die „Godmother of Punk“ unbedingt in den Olymp der Republic of Gods gehört und ihr neben dem Arena-Konzert und der feierlichen Festwochen Eröffnung ein weiterer Abend gewidmet ist. Für diesen bekommt Patti Smith eine Carte Blanche. So nah kommt man Smith selten – hingehen!
Und gleich ein Blick auf die nächsten Tage, Wochen und Monate: noch bis 7. April 2026 zeigt das Filmarchiv ein Tribute to Jerry Lewis.
Im Sommer geht wieder das Festival Wellenklänge (10.-25.7.2026) über die Seebühne in Lunz am See.
Und von 3. bis 5. Juli 2026 steigt das Bluegrass Festival Rotterdam am Noordplein. Live sind unter anderem zu hören: die aus Kanada stammenden Horsebath. Ein besonderer Auftritt wird sicherlicher jener der Hackensaw Boys (4.7.), die ja schon in Chicago mit ihrer Mischung aus Bluegrass, Folk und Punk zu überzeugen wussten. Die Jungs aus den U.S.A. sind mit einem neuen Live-Album in Rotterdam zu Gast, das bei einer Tour in den Niederlanden aufgezeichnet worden ist. Außerdem darf man sich auf MusikerInnen wie Emily Nenni (3.7.), Jonny Fritz (4.7.), Kaia Kater (4.7.), Hillary Klug (5.7.) und viele andere Artists mehr freuen:

Hillary Klug stammt aus Tennessee, sie glänzt als Geigerin und als Tänzerin. In Nashville hat sie viel Erfahrung als Straßenmusikerin gesammelt. Auftritte in aller Welt und Zusammenarbeiten mit Rhonda Vincent und Dom Flemons gab es auch schon. Wir werden über das Konzert von Hillary Klug und die weiteren Gigs berichten – hier eine Kostprobe, Jonny Fritz mit „Hot Chicken Condos“:

(jm, Fotos: Margot Luciarte)

Anna Mabo: „Mittelschwere Ekstase“ (8/10)
Charlie Risso: „Rituals“ (10/10)

Live:
09.04.2026: Charlie Risso, teatro de la tosse, Piazza Renato Negri, 6 – 16123 Genoa
15.04.2026: Manjana, Sargfabrik, Goldschlagstraße 149, 1140 Wien, 19:30h, sargfabrik.at
17.04. – 26.04.2026: Salam Music & Arts Festival: verschiedene Locations, Tickets, Programm Salam Music
21.04.2026: Avin Ahmadi, Sargfabrik, Goldschlagstraße 149, 1140 Wien, 19:30h (im Rahmen von Salam Music & Arts Festival) sargfabrik.at
ab 23.04.2026: Charlie Risso DE/AT-Tour 2026: 23.4. Grevenbroich | Kaffee Kultus (DE)
24.4. Saarbrücken | Terminus (DE)
30.4. Wien | Haus der Musik (AT)
02.5. Berlin | Zimmer16 (DE)
03.5. Hamburg | Stellwerk (DE)
08.5. Magdeburg | Volksbad Buckau (DE)
23.04.2026: Mick Harvey & Amanda Acevedo: Akzent Theater, Theresianumgasse 18, 1040 Wien, 20h, Karten Karten
19.05.2026: Patti Smith, Akzent Theater, Theresianumgasse 18, 1040 Wien, 20h, Info Info
03.07. – 05.07.2026: Rotterdam Bluegrass Festival, Noordplein, Rotterdam: Programm
10.07. - 25.07.2026: „Wellenklänge“, Lunz am See Programm